Was kann man gegen eine Hyperkaliämie tun?

Medikamentöse Therapie

Die Behandlung einer erhöhten Kaliumkonzentration im Blut verfolgt verschiedene Ziele, die sich nach dem Zustand des Betroffenen richten. Bei unmittelbar bedrohlich erhöhten Werten ist es vor allem wichtig, die Kaliumkonzentration im Blut schnell zu senken und einen natürlichen Herzrhythmus wiederherzustellen.

Langfristig gilt es hingegen, die Auslöser beziehungsweise die Ursachen der Hyperkaliämie zu behandeln, um die Kaliumkonzentration im Blut dauerhaft im Bereich der Normalwerte zu halten. Dem Arzt stehen zu diesem Zweck verschiedene Arzneimittel zur Verfügung. Mehr zu der medikamentösen Therapie der Hyperkaliämie erfahren Sie im Kapitel Wie kann eine Hyperkaliämie behandelt werden.

Ernährung umstellen

Ein Pärchen kocht gemeinsam

An einer wirksamen langfristigen Behandlung der Hyperkaliämie muss in der Regel auch der betroffene Patient aktiv mitarbeiten. So müssen Menschen, die ein erhöhtes Risiko für Hyperkaliämie haben, meist sehr genau auf ihre Ernährung achten und kaliumreiche Lebensmittel vermeiden. Gerade zu Beginn der Therapie können Unsicherheiten auftreten – insbesondere bei der Frage, welche Nahrungsmittel den Kaliumhaushalt negativ beeinflussen können.

Aus diesem Grund ist es oft sinnvoll, einen professionellen Ernährungsberater zurate zu ziehen. Er kann Ihnen bei der Zusammenstellung eines kaliumarmen und trotzdem ausgewogenen und gesunden Speiseplans helfen und dabei Ihre individuellen Bedürfnisse berücksichtigen. Gleichzeitig kann es helfen, wenn sich Angehörige über eine kaliumarme Ernährungsweise informieren und ihre Familienmitglieder aktiv bei der Erstellung eines Ernährungsplans unterstützen. Die Umstellung der Ernährung fällt zudem eventuell leichter, wenn Sie gemeinsam ein leckeres kaliumarmes Rezept ausprobieren. Inspirationen dazu finden Sie im Kapitel Kaliumarme Rezepte.

Dranbleiben

Die Hyperkaliämie ist oft mit täglicher Medikamenteneinnahme und regelmäßigen Kontrolluntersuchungen beim Arzt verbunden. Nutzen Sie diese Termine, um mögliche Beschwerden oder Nebenwirkungen der Therapie mit Ihrem Arzt zu besprechen. Schreiben Sie sich am besten alle Fragen, die seit der letzten Untersuchung aufgetreten sind, auf einen Notizblock auf. So vergessen Sie im Arztgespräch nicht, alle wichtigen Punkte anzusprechen. Nehmen Sie bei Bedarf ein Familienmitglied oder einen guten Freund mit. So lässt sich die oft große Menge an Informationen unter Umständen besser aufnehmen und merken.

Es ist wichtig, dass Sie Ihre Medikamente wie vom Arzt verschrieben anwenden.


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