Tipps für Angehörige

Diese Webseite wurde mit dem Ziel erstellt, sowohl Betroffenen als auch ihren Angehörigen umfangreiche Informationen zur Hyperkaliämie zu vermitteln. Die Unterstützung durch Familienmitglieder oder gute Freunde kann die Therapie und den Umgang mit einer Hyperkaliämie wesentlich erleichtern. Zudem machen Sie sich als Angehörige möglicherweise Sorgen und möchten deshalb ebenfalls mehr darüber wissen, welche Auswirkungen ein erhöhter Kaliumspiegel haben kann.

Besonders wichtig ist die Hilfe von Familienmitgliedern in Pflegefällen oder bei älteren Menschen, die unter Umständen Schwierigkeiten haben, sich mit diesem komplexen Thema auseinanderzusetzen. Wir hoffen, dass die verschiedenen Kapitel auf dieser Webseite Ihnen einen guten Überblick über die Hyperkaliämie und ihre Behandlung geben. Zusätzlich könnten die folgenden Tipps Ihnen bei der Unterstützung Ihres Angehörigen helfen:

  • Gemeinsam Kochen: Bei Menschen mit einem gestörten Kaliumhaushalt ist oft eine kaliumarme Ernährung notwendig. Diese Umstellung kann für die Betroffenen mit Unannehmlichkeiten und Einschränkungen verbunden sein, zum Beispiel wenn ein früheres Lieblingsgericht vom Speiseplan gestrichen oder zumindest geändert werden muss. Sie können jedoch die ungewohnte Ernährungssituation für Ihren Angehörigen angenehmer gestalten, indem Sie gemeinsam kaliumarm kochen und vielleicht sogar neue Rezepte ausprobieren. Ein paar Anreize finden Sie im Kapitel Kaliumarme Rezepte. Falls Sie ohnehin bereits häufig zusammen essen (z. B. mit dem Ehepartner), ist es sinnvoll, wenn Sie sich umfassend mit dem Thema der kaliumarmen Ernährung auseinandersetzen.
  • Begleitung zum Arztbesuch: Bei komplexen Elektrolytstörungen wie der Hyperkaliämie können Arztbesuche unter Umständen aufgrund der Vielzahl der neuen Informationen verwirrend sein. Das gilt besonders dann, wenn chronische Grunderkrankungen, wie Niereninsuffizienz oder Herzinsuffizienz, vorliegen, die ebenfalls behandelt werden müssen. Sie könnten anbieten, Ihren Angehörigen zu Arztbesuchen zu begleiten – denn vier Ohren hören eventuell mehr als zwei. Zudem fallen Ihnen möglicherweise wichtige Fragen für den Arzt ein, an die Ihr Angehöriger im Augenblick nicht denkt. Nach dem Arztbesuch können Sie zudem die Informationen nochmal gemeinsam durchgehen, um Ihr Verständnis der Behandlung zu überprüfen und zu festigen.
  • Ein offenes Ohr anbieten: Generell kann es Betroffenen manchmal schon helfen, einfach nur mit jemandem über die neue gesundheitliche Situation zu sprechen. Im Austausch mit einem Familienmitglied oder einem guten Freund können Betroffene eine größere Zuversicht für die Therapie und Kraft für den Umgang mit ihrer Erkrankung gewinnen.
  • Unterstützung bei der Therapie: Es ist wichtig, dass Ihr Angehöriger seine Medikamente, wie vom Arzt verschrieben, regelmäßig einnimmt. Wenn Ihr Angehöriger sehr viele Medikamente benötigt oder bereits älter ist, kann es schwierig sein, immer rechtzeitig an die Einnahme aller Arzneimittel zu denken. Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihr Angehöriger überfordert ist, können Sie ihn fragen, ob Sie helfen können (zum Beispiel durch eine regelmäßige Erinnerung oder die Anordnung der Medikamente in Wochenschachteln).
  • Vorbereitung für Notfälle: Eine Hyperkaliämie kann mit Herzrhythmusstörungen einhergehen. Achten Sie auf typische Merkmale wie z.B. Atemstörungen, unregelmäßigen Puls, Herzstolpern Brustschmerzen oder Übelkeit.

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